Nützliche Informationen über Münzen
Wir führen Münzen von der Antike bis zur Gegenwart.

Ebenso Anlage-Goldmünzen zum jeweiligen Tagespreis.

Eine Auswahl finden Sie auf unserer Angebotsseite.

Sollten Sie Ihr Sammelgebiet in dieser Auswahl nicht finden, kommen Sie in unserem Geschäft vorbei.

Wir kaufen Münzen aller Epochen und Länder.

Schätzungen.

Wünschen Sie Beratung? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung oder kommen Sie einfach bei uns vorbei.

Ihr Ansprechpartner Detlef Macco

 


Wissenswertes über Münzen

Der Mensch der Vorzeit stand als Jäger und Sammler auf einer einfachen Stufe des Warenaustauschs. Mit zunehmender Arbeitsteilung und steigendem überregionalem Handel benötigte man einen allgemein verbindlichen Wertmesser für Tauschwaren. Das waren zunächst die wichtigsten Nahrungsmittel des Alltags, Vieh spielte dabei eine Schlüsselrolle. Dies zeigt bis heute u. a. das italienische Wort für Geld pecunia, eine Ableitung vom lateinischen pecus = Vieh oder Herde. Erst spät nutzte man Metalle als probate Tauschobjekte: unendlich haltbar, leicht teilbar und bequem zu transportieren. Die ersten Münzen wurden von den Griechen der Küstenstädte Westkleinasiens Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. aus Elektron geprägt, einer natürlichen Gold-Silber-Legierung. Im westlichen Kleinasien und im Perserreich blieben sie bis Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. im Umlauf.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. war man dann in der Lage Metalllegierungen zu scheiden, was in einigen Städten Griechenlands zur Prägung von fast reinen Gold- und Silbermünzen führte. Die Schrötlinge hatten bestimmtes Gewicht und festgelegten Feingehalt. Ihre Bildprägung war gewissermaßen das obrigkeitliche Gütesiegel. Die bedeutendsten Währungssysteme Griechenlands waren vom 6. bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. das von Aegina, das  korinthische und das euböisch-attische. Der Gebrauch von Silber gewann in dieser Zeit immer mehr an Bedeutung, so dass es zum  wichtigsten Münzmetall wurde. Der attische Münzfuß entwickelte sich seit Alexander dem Großen zum „Weltwährungssystem“, die Drachme zur bekanntesten Münze der Antike.

Die italische Urbevölkerung der Frühzeit kannte nur Kupfergeld. Die Römer übernahmen zunächst Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. die Silberwährung, die sie in den eroberten Gebieten Großgriechenlands vorfanden. Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. prägten die Römer die ersten Silberdenare. Mit der Ausweitung ihrer Herrschaft kam es zu einer erweiterten Goldprägung. Das römische Kaiserreich umfasste in seiner größten Ausdehnung Gebiete unterschiedlicher Kulturvölker, die das Imperium durch das einheitliche Währungssystem sozial und wirtschaftlich miteinander verband.

Die Neuordnung des Münzsystems durch Augustus blieb fast  bis  zur Reform  von  Konstantin  dem  Großen gültig, der Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. den goldenen Solidus einführte, welcher in  Byzanz bis ins 10. Jahrhundert im Umlauf blieb. Er  war die beliebteste Münze in den germanischen Staaten der Völkerwanderungszeit und fand auch Verbreitung in der islamischen Staatenwelt.

Um 800 beanspruchte Karl der Große in seinem Reich für sich allein das Münzrecht auf der Basis eines einheitlichen, allgemein gültigen Münzsystems, das er auf eine reine Silberwährung umstellte. Diese nuovi denarii (= neuen Pfennige),  auch karolingische Denare genannt, standen in einem festen Verhältnis zum etwas geänderten römischen Pfund. Seine Nachfolger verwandten diesen Geldtypus weiter. In den darauf folgenden Jahrhunderten konnten jedoch die Kronvasallen im Rahmen des Lehnswesens ihre Landesherrschaft ausbauen, was u. a. bedeutete, dass das königliche Münzregal nach und nach auf sie überging. Der Wert der Denare nahm im Laufe der Zeit immer mehr ab, weil ihr Feingehalt sank und sie immer leichter und dünner geprägt wurden. Dadurch verringerte sich  ihr Wert so sehr, dass im täglichen Leben Schwierigkeiten bei der Bezahlung größerer Summen auftauchten. Deswegen prägte man in Frankreich Mitte des 13. Jahrhunderts die ersten grossi denarii  zu 12 Pfennigen, nummi grossi (= Dickmünzen) genannt, die unter dem Namen Groschen in Europa rasch Verbreitung fanden.

Aus dem gleichen Grund und wegen der wachsenden Wirtschaft entschlossen sich Florenz Mitte des 13. Jahrhunderts den goldenen Fiorino und wenig später Venedig den goldenen Zecchino oder Ducato zu prägen. Diese kamen mit Erfolg in ganz Europa und im Orient als Handelsmünzen in Umlauf. Der Fiorino wurde die am meisten nachgeahmte Goldmünze des Abendlandes. In Deutschland, wo man ihn nach seinem Metall Gülden (= Gulden) nannte, ersetzte man die florentinische Lilie durch das Wappen der einzelnen Münzherren. Im 17. Jahrhundert löste der Golddukaten endgültig den Goldgulden ab, der in Teilstücken bis 1/32 und in seinem Vielfachen bis zum zehnfachen Gewicht, dem so genannten Portugaleser, geprägt wurde. Die Dukaten blieben in vielen Staaten bis ins  19. Jahrhundert gültige Währungseinheit.

Neue Prägetechniken, Knappheit der Goldvorräte und Zunahme der Silberförderung im Deutschen Reich bewirkten, dass Anfang des 16.  Jahrhunderts  silberne Großmünzen die Goldgulden ersetzten. Die ersten Münzen dieser Art nannte man Guldengroschen (= Guldiner), die mit den zeitgleichen geringhaltigeren Goldgulden im Werte völlig konform gingen.  Später nannte man die großen Silbermünzen, die aus Silbergruben im südlichen Erzgebirge stammten, und deren Feingehalt etwas geringer als der der Guldiner war, nach ihrer Münzstätte  Joachimsthaler, auch kurz Thaler. Münzherren in verschiedenen Ländern sollten sie bald nachahmen.

Im 30-jährigen  Krieg  kam  es  zu  einer deutlichen Geldverschlechterung, verursacht u. a. durch das Kipper- und Wipperunwesen, d. h. zu einer  realen Minderung des Silberfeingehaltes bei nomineller Beibehaltung der Währungseinheiten. Nach der Neuordnung des europäischen Staatensystems auf dem Wiener Kongress (1815) versuchte man langsam die verschiedenen Münzsysteme zu vereinheitlichen. Im Rahmen des Deutschen Zollvereins (1834 ff.) schlossen verschiedene Einzelstaaten währungspolitische Vereinbarungen ab, wie z. B. den Dresdner Münzvertrag von 1838 und den Wiener Münzvertrag von 1854. Den Abschluss dieser Entwicklung bildete die Währungsunion nach der Wiener Konvention von 1857, die den norddeutschen Taler  mit den süddeutschen und österreichischen Gulden auf der Basis des metrischen Zollpfundes zu 500 g in ein  festgelegtes Verhältnis setzte. Die Kölner Mark, die seit 1524 als Gewichtsbasis für die Währungseinteilung gegolten hatte, wurde damit endgültig abgelöst.

Das neu gegründete Deutsche Reich (1871) vereinheitlichte mit dem Münzgesetz vom 9.7.1873 die Maß-, Münz- und Gewichtssysteme auf Reichsebene. Unter anderem legte es die Mark als Währungseinheit fest, dazu den Übergang vom Silber- zum Goldstandard und die Ablauffristen für die Gültigkeit der Landeswährungen. Auf europäischer Ebene regelte man Ähnliches mit der Lateinischen Münzunion von 1865,  die Frankreich, Belgien, Italien, die Schweiz und später auch Griechenland umfasste.

Nach dem Schrecken des letzten großen Weltkrieges hat sich in Europa eine Staatengemeinschaft gebildet, deren Ziel ist, Stabilität und Wohlstand für alle ihre Bürger zu schaffen. Durch die gemeinsame Währung, den Euro, ist ein zusätzlicher Schritt auf dem Weg dahin getan, dass die Völker Europas in Frieden und Freiheit weiter zusammenwachsen können.

 
 
Praktische Hinweise für das Sammeln von Münzen

Wir empfehlen, folgende Punkte zu beachten:


1. Einen guten Katalog kaufen und sich mit der Geschichte des Sammelgebietes befassen.

2. Einen seriösen Händler aufsuchen.
Führt ein Münzhändler dieses Signum -
befinden Sie sich auf der sicheren Seite.


3. Skeptisch sein bei Sonderangeboten und so genannten garantierten Wertsteigerungen.

4. Qualitätskriterien beachten. Dabei hilft die Einleitung eines guten Kataloges oder ein Fachbuch.

5. Münzen niemals säubern. Die Patina ist ein wichtiger Bestandteil einer gut erhaltenen Münze und beeinflusst maßgeblich ihren Wert.

6. Münzen sachgerecht aufbewahren.

7. Eine gute Sammlung besticht durch ihre Qualität und ihre innere Geschlossenheit, also eher Konzentration als Vielfalt.