Nützliche Informationen über Medaillen

Wir führen Medaillen vom 17. Jahrhundert bis zur Jetztzeit.

Wir kaufen kunstvolle Medaillen aller Epochen und Länder.

Wünschen Sie Beratung? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung oder kommen Sie einfach bei uns vorbei.

Ihr Ansprechpartner Detlef Macco

 


Wissenswertes über Medaillen

Als Medaillen bezeichnet man Schau- oder Gedenkausgaben, die zur Würdigung von Persönlichkeiten oder zu besonderen Anlässen geschaffen wurden. Man kennt sie gegossen, geprägt, geschnitzt oder modelliert in edlen oder unedlen Metallen, in Elfenbein, Holz oder Porzellan, meist rund, aber auch rechteckig. Es sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel, sie sind also nicht für den Umlauf bestimmt.

Medaillen kennen wir seit der Antike. Die so genannten Kontorniaten bzw. Medaillons aus hellenistischer, römischer oder byzantinischer Kaiserzeit wurden vermutlich auch als Auszeichnungen oder als Siegesprämien vergeben. Aus der Zeit der Völkerwanderung stammen die nordischen Goldbrakteaten, Imitationen spätkaiserlicher Medaillons, die wahrscheinlich als Amulette, Geschenke oder Grabbeigaben verwandt wurden.

Seit der Renaissance waren Medaillen in Italien beliebte Repräsentationsobjekte kunstsinniger Fürsten und hochgestellter Herren. Rasch breitete sich diese Mode in ganz Europa unter den Wohlhabenden und Mächtigen aus. An den Fürstenhöfen  wurden sie als Belohnung für treue Dienste oder für besondere Leistungen verschenkt. In dieser Zeit schufen Medailleure Arbeiten, die bis heute in ihrer Ausstrahlung und Schönheit zu den großartigsten Kunstwerken gehören. Benvenuto Cellini, Matteo dei Pasti, Antonio Pisano, Leone Leoni, Sperandio da Mantova, Giovanni da Candida, Cristoforo Foppa, Pastorino dei Pastorini u.a. sind nur einige der großen Künstler, daneben gibt es auch noch viele herausragende Anonyme.

In Deutschland entwickelte sich die Medaillenkunst in einem viel bescheideneren Rahmen. Auftraggeber war neben den Fürsten das Patriziat der reichen Städte, insbesondere das von Augsburg und Nürnberg. Als einige der ganz großen Künstler dieser Zeit seien Hans Schwarz, Hans Krafft, Mattes Gebel, Jakob Stampfer und Hans Reinhard genannt.

Anfang des 16. Jahrhunderts veränderte sich die Technik der Herstellung durch die Erfindung neuartiger Prägemaschinen, gegossene Exemplare wurden aber auch weiterhin hergestellt. Diese neue Prägetechnik erlaubte größere Stückzahlen, was Auswirkungen auf die Funktion von Medaillen hatte. Sie wurden nun mehr und mehr zu Propagandazwecken eingesetzt. Auch Stil und Motive wandelten sich. Immer häufiger sehen wir  lebendige und fein ziselierte Porträts und sehr kunstvoll gearbeitete Allegorien.

Durch die verschiedenen Epochen hindurch sind Medaillen mit wenigen Ausnahmen künstlerisch wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit. In unseren Tagen werden sie leider oftmals aus Profitgründen mit einem deutlichen künstlerischen Qualitätsverlust hergestellt; dagegen sind moderne Kunstmedaillen begehrte Sammlerobjekte.



 
 
Praktische Hinweise für das Sammeln von Medaillen


Wir empfehlen, folgende Punkte zu beachten:


1. Sich mit der Geschichte des Sammelgebietes befassen.

2. Einen seriösen Händler aufsuchen.
Führt ein Münzhändler dieses Signum -
befinden Sie sich auf der sicheren Seite.


3. Skeptisch sein bei Sonderangeboten und so genannten garantierten Wertsteigerungen.

4. Qualitätskriterien beachten. Dabei hilft ein gutes Fachbuch.

5. Medaillen niemals säubern. Die Patina ist ein wichtiger Bestandteil einer gut erhaltenen Medaille und beeinflusst maßgeblich ihren Wert.

6. Medaillen sachgerecht aufbewahren.

7. Kennzeichen einer guten Sammlung sind ihre Qualität und ihre künstlerische Aussagekraft.